Die Narrenzunft Meerrettichdämone Urloffen beheimatet 4 Zunftfiguren in ihren Reihen
Der Meerrettichdämon / Die Meerrettichdämonin
Die Dämonengruppe (Namensgeber der Zunft) besteht aus zwei Häs´ - dem Meerrettichdämon und die etwas leichter zu tragende Meerrettichdämonin.
Beide symbolisieren den Meerrettich - das "erdige",die Schärfe sowie die harte Arbeit die hinter dem Anbau und der kultivierung der Pflanze steckt.
Komplett eingekleidet sind sie mit dem "Kittel" und der "Hos" oder "Rock" welche mit ca. 1500 Spättle (schwarz, hellbraun, dunkelbraun) in verschiedenen Mustern besetzt sind. Die Larve schmückt beim Dämon ebenfalls ein Spättle besetztes Laventuch oder Fell - bei der Dämonin nur ein Fell.
Zwei Rollengurte (Bei der Dämonin 1 Rollengurt) welche über Kreuz getragen werden sorgen dafür das die Dämonenschar zum Takt der Musik während der Narrensprünge akustisch bemerkbar machen können.
Das Gesamtbild rundet der mitgetragene Korb, eine Streckschere oder der "Saubloderschdegge" ab. Ebenfalls gehören schwarze (braune), derbe Schuhe sowie schwarze (braune) Handschuhe zur Grundaustattung.
Der Meerrettichdorf-Hansel
Die Hanselegruppe (2007 innerhalb der Zunft geschaffen) stellt des etws "ruhigere" Pendant zu den Dämonen dar.

Sie symbolisieren den Meerrettichort Urloffen an sich sowie seine Einwohner - das Häs
ist in den typischen Ortsfarben grün-weiss-rot gehalten.
Komplett eingekleidet sind sie mit dem "Kittel" und der "Hos" welche mit ca. 1500 Spättle (grün-weiss-rot) besetzt sind. Die Larve schmückt ebenfalls ein Spättle besetztes Laventuch welches immer unterschiedlich gestaltet werden kann.

Zwei Rollengurte sowie ein Hüftgurt lässt auch unserer Hanselgruppe zum Takt der Musik während der Narrensprünge springen.
Das Gesamtbild rundet ebenfalls der mitgetragene Korb, eine Streckschere oder der "Saubloderschdegge" ab. Ebenfalls gehören schwarze (braune), derbe Schuhe sowie weisse Handschuhe zur Grundaustattung.
Die Krempe-Wieber
Die Gruppe der Krempe-Wieber, Urloffens jüngstes Narrenkind,
wurden zur Fasnet 2012 ins Leben gerufen.

Hier schliesst sich ein geschichtlicher Kreis innerhalb der Narrenzunft Urloffen - den lange bevor in Urloffen der Hausierhandel mit Meerrettich betrieben wurde, waren die Urloffener Krempe
( = Korb ) entlang der Rheinschiene Karlsruhe - Basel mit ihrem selbstangebautem Gemüse (Lauch, Kartoffeln, Karotten) handelnd unterwegs - erst später folgte der Handel mit dem für Urloffen so typische Meerrettich.
Dieses Kleidle wurde nach einer original "Werktagstracht" wie sie um die Zeit von 1890 - 1920
hier getragen wurde nachgeschneidert und etwas stilisiert. Dazu gehört:
Ein schwarzes (dunkles) Woll-Schultertuch / Kopftuch, ein Unterhemd aus Leinen,
eine Weste (beblümelt / bemustert) in verschiedenen Farben, die "Kittelschürze" sowie ein schwarzer Rock und lange Unterhosen.

Das Gesamtbild rundet der mitgetragene, reich gefüllte Korb, sowie derbe "Ackerschuhe" ab.

Dieses Kleidle dient innrhalb der Zunft auch als Einstiegs- und Anwärterhäs!
Die 3 Einzelfiguren der Narrenzunft stellen sich vor...
Oberdämon / Oberdämonin
Oberdämon und Oberdämonin begleiten die Dämonengruppe und schreiten bei Narrensprüngen der Gruppe vorraus.

Ihre Häs´ unterscheiden sich nur dahingehend, das diese in schwarz, hellgrau, dunkelgrau gehalten sind.
Zudem tragen sie etwas derbere (gealterte) Larven.
Narrebolizischd
Der Urloffener Narrebolizischd geht zurück auf die damaligen "Ortspolizisten" oder "Ortsboten" wie sie früher in jedem Dorf / Ort zu finden waren.
Ihre Aufgabe war es, Nachrichten aus der Stadt, sowie aktuelles aus dem Ort an zentraler Stelle zu verkünden! Hierzu dient ihm die "Bottschell" die auch unsere Zunftfigur noch mit sich trägt.

In der Funktion des "Dorfpolizisten" hat er ausserdem einen Säbel dabei.
Der Narrebolizischd wird in der Regel von einem Aktiven der Zunft getragen oder einem Freund der Narrenzunft getragen!
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